Trotz einer starken leistung
reichte es gegen Leverkusen nur zu einem Punkt. Mladen Petric traf per
Handelfmeter in Durchgang eins (40.). Nationalspieler André Schürrle
glich per Kopf aus (55.).
Der HSV trat mit dem Selbstbewusstsein des FCK-Sieges an - und das
spürte man von Beginn an. Die Rothosen nahmen das Heft in die Hand und
bestimmten das Geschehen gegen eine Leverkusener Mannschaft, die vom
neuen Trainerduo Lewandowski/Hyypiä relativ defensiv eingestellt wurde.
Safety first, lautete Bayers Devise, Räume eng machen und nichts
zulassen. Doch das gelang nicht ganz, denn der HSV spielte mit
Offensivdrang und kam zu einigen guten Torraumszenen. Marcell Jansen mit
einem satten Schuss nach Berg-Ablage (18.), der Schwede selbst aus der
Drehung (26.) und Michael Mancienne mit einem platzierten Kopfball
(35.), der nur knapp am rechten Torwinkel vorbei rauschte - die
Hamburger waren dem 1:0 in einigen Situationen schon sehr nahe, ehe der
ersehnte Treffer dann fiel. Castro hatte eine Aogo-Flanke mit dem
Oberarm gestoppt, logische Konsequenz: Elfmeter. Den verwandelte Petric
in der 40. Minute eiskalt zur verdienten Hamburger Führung. Bayer
Leverkusen machte erst nach diesem Gegentreffer mehr und kam mit dem
Pausenpfiff zur ersten, dafür aber hochkarätigen Torchance, die Jaroslav
Drobny mit einer Riesentat gegen Kadlec vereitelte.
Bayer schwungvoll aus der Kabine - HSV zeigt Reaktion
Bayer schwungvoll aus der Kabine - HSV zeigt Reaktion
Doch nach dem Seitenwechsel ging es so weiter, denn Bayer
benötigte nach Wiederanpfiff gerade mal 23 Sekunden für die nächste
Riesenchance, dieses Mal musste Drobny gegen Rolfes retten. Eines aber
wurde jetzt deutlich: Bayer war nun im Spiel und drängte auf den
Ausgleich. Und der fiel in der 55. Minute dann auch - ärgerlicherweise
in bester Ping-Pong-Manier. Robert Tesche klärte einen Eckball, traf
jedoch den Kopf von Heiko Westermann, von dem der Ball an die Latte und
von dort auf den Kopf von Schürrle prallte - 1:1. Kurz danach sah Aogo
auch noch völlig überzogen die gelbe Karte. Es war seine Fünfte. In
Hoffenheim muss der Linksverteidiger zuschauen. Doch der HSV haderte
nicht lang, sondern zeigte die richtige Reaktion. Und so entwickelte
sich in der Folge ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Teams den
Siegtreffer auf Fuß und Kopf hatten, wobei der HSV zwingender agierte
und den mitfiebernden Fans gerade in der Schlussphase einige Male der
Torschrei auf den Lippen verstummte. Insbesondere beim Distanzschuss von
Petric (59.), dem Freistoß von Aogo (73.) und dem Kopfball von Berg
(79.) fehlten nur wenige Zentimeter zum Siegtreffer, der den HSV auf
Tabellenplatz 12 bugsiert hätte. So klettern die Rothosen immerhin auf
den 14. Rang, obwohl sie zwei Punkte liegen gelassen haben. Die müssen
nun in den Spielen in Hoffenheim und gegen Hannover 96 geholt werden.
Hamburger SV: Drobny - Bruma, Mancienne, Westermann, Aogo - Jarolim (77.Rincón), Tesche - Ilicevic (71.Töre), Jansen - Petric (88.Son), Berg
Bayer 04 Leverkusen: Leno - Castro, Toprak, M. Friedrich, Kadlec - Rolfes, Reinartz - Renato Augusto (78.Derdiyok), Ballack (65.Barnetta), Schürrle - Kießling (84.Bellarabi)
Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding)
Tore: 1:0 Petric (40., HE), 1:1 Schürrle (55.)
Zuschauer: 54.141
Gelbe Karten: Aogo, Jarolim / Friedrich
Gelb-Rote Karten: - / -
Rote Karten: - / -
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