In der Bundesliga

Saturday, March 31, 2012

Kämpferischer Sieg - HSV gewinnt 1:0 in Kaiserslautern

31.03.2012

Ausrufezeichen im Kampf um den Klassenerhalt: Mit einer sehr engagierten und kämpferischen Leistung entführt der HSV drei Punkte vom Betzenberg. Über 60 Prozent gewonnene Zweikämpfe, stabile Defensive, dazu ein Lattenkracher und Jansens Tor des Tages - der Sieg war knapp, aber verdient.
Der Hamburger Sport-Verein hat am 28. Spieltag mit 1:0 (1:0) beim 1. FC Kaiserslautern gewonnen. Die Rothosen beendeten damit die Serie von vier Niederlagen in Folge und setzten mit einer sehr kämpferischen Leistung ein Ausrufezeichen im Kampf um den Klassenerhalt. Marcell Jansen erzielte in der 28. Spielminute vor 44.745 auf dem Betzenberg das Tor des Tages. Durch diesen knappen, aber insgesamt verdienten Sieg schiebt sich der HSV in der Tabelle vor auf den 15. Platz. 
 
 Gegen alle Widrigkeiten
Das Spiel hatte noch gar nicht begonnen, da musste der HSV bereits die erste Schrecksekunde überstehen: Petric hatte sich beim Warmmachen verletzt, konnte nach eifriger Behandlung aber doch noch auflaufen. Und als der Anpfiff gerade ertönt war, da folgte Schrecksekunde Nummer zwei, denn im ersten Zweikampf des Spiels trug Marcus Berg eine stark blutende Platzwunde am Kopf davon und musste am Spielfeldrand genäht werden. Und so ging es weiter, denn Kaiserslautern trat mit dem Mute der Verzweiflung auf - und kam in der Anfangsphase zu zwei richtig gute Torchancen. Erst musste Drobny gegen den abgefälschten Schuss von de Wit retten, kurz darauf versuchte es de Wit ohne Umwege, doch erneut war Hamburgs Keeper zur Stelle. Und auch seine Mannschaftskameraden fanden nun immer besser ins Spiel, kauften dem FCK mehr und mehr den Schneid ab und setzten auch offensive Akzente. Den ersten initiierte Berg, der den Ball von rechts in den Lauf von Petric passte, doch der kam eine Fußspitze zu spät gegen Sippel. Der FCK-Keeper konnte aber nach einer knappen halben Stunde auch nichts mehr ausrichten, als die Rothosen nach einem schönen Spielzug eiskalt zuschlugen. Aogo hatte von links auf den zweiten Pfosten geflankt, wo Berg auf Ilivecic zurücklegte, doch dessen Schuss wurde gerade noch kurz vor der Torlinie geblockt - genau vor die Füße von Jansen, der aus kurzer Distanz zum 1:0 für den HSV einschob. Und dieser Treffer zeigte Wirkung, denn bis zum Halbzeitpfiff kam Lautern nicht mehr zurück, so dass das Fink-Team mit der 1:0-Führung in die Pause ging.
Hamburg setzt nach
Und der HSV machte nach dem Seitenwechsel da weiter, wo er im ersten Abschnitt aufgehört hatte - und erspielte sich direkt nach Wiederanpfiff richtig gute Gelegenheiten: Petric zog vom Strafraumeck ab, Sippel konnte das Geschoss nicht festhalten, und Jansen setzte den Nachschuss neben das Tor; Kacars Kopfball wenige Sekunden später kam zwar aufs Tor, doch den konnte Sippel mit einer starken Reaktion entschärfen; und die beste Gelegenheit hatte Ilicevic, der nach einer Stunde von Berg und Kacar in Szene gesetzt wurde, mit seinem Schuss aus kurzer Distanz aber nur die Latte traf. Da in der Folge auch Berg seine Hundertprozentige allein vor Sippel nicht nutzen konnte, mussten die Rothosen doch noch bis zum Ende zittern. Denn die Lauterer warfen in der Schlussphase alles nach vorne und kamen durch Wagners abgefälschten Schuss, der sich auf das Tornetz senkte, zu einer guten Gelegenheit. Und dann gab es da ja noch die letzte Spielminute, in der Sahan von Sukuta-Pasu den Ball in den Lauf gelegt bekam. Diesen Laufweg kreuzte Kacar auf Höhe des Fünfmeterraumes auf dem Rasen rutschend, doch Schiedsrichter Kinhöfers Pfeife blieb stumm, so dass die Rothosen die dreiminütige Nachspielzeit souverän runterspielen und den knappen, aber insgesamt verdienten Sieg bejubeln konnten. Und der Rest war Erleichterung.

Das Spiel im Stenogramm:
FC Kaiserslautern: Sippel - Dick, Yahia (80. Abel), Rodnei, Bugera - Borysiuk - Fortounis, Tiffert, De Wit (75. Sukuta-Pasu), Derstroff (65. Fortounis) - Wagner
Hamburger SV: Drobny - Diekmeier (46. Sala), Mancienne, Westermann, Aogo - Jarolim, Kacar - Ilicevic, Jansen - Petric (80. Son), Berg


Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Tore: 1:0 Jansen (28.)
Zuschauer: 44745
Gelbe Karten: Sahan (41.), Bugera (42.), Yahia (50.), Fortounis (78.), Jarolim (78.), Kacar (78.)
Gelb-Rote Karten: - / -
Rote Karten: - / -

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