Ausrufezeichen im Kampf um den
Klassenerhalt: Mit einer sehr engagierten und kämpferischen Leistung
entführt der HSV drei Punkte vom Betzenberg. Über 60 Prozent gewonnene
Zweikämpfe, stabile Defensive, dazu ein Lattenkracher und Jansens Tor
des Tages - der Sieg war knapp, aber verdient.
Der Hamburger Sport-Verein
hat am 28. Spieltag mit 1:0 (1:0) beim 1. FC Kaiserslautern gewonnen.
Die Rothosen beendeten damit die Serie von vier Niederlagen in Folge und
setzten mit einer sehr kämpferischen Leistung ein Ausrufezeichen im
Kampf um den Klassenerhalt. Marcell Jansen erzielte in der 28.
Spielminute vor 44.745 auf dem Betzenberg das Tor des Tages. Durch
diesen knappen, aber insgesamt verdienten Sieg schiebt sich der HSV in
der Tabelle vor auf den 15. Platz.
Gegen alle Widrigkeiten
Das Spiel hatte noch gar nicht begonnen, da musste der HSV bereits
die erste Schrecksekunde überstehen: Petric hatte sich beim Warmmachen
verletzt, konnte nach eifriger Behandlung aber doch noch auflaufen. Und
als der Anpfiff gerade ertönt war, da folgte Schrecksekunde Nummer zwei,
denn im ersten Zweikampf des Spiels trug Marcus Berg eine stark
blutende Platzwunde am Kopf davon und musste am Spielfeldrand genäht
werden. Und so ging es weiter, denn Kaiserslautern trat mit dem Mute der
Verzweiflung auf - und kam in der Anfangsphase zu zwei richtig gute
Torchancen. Erst musste Drobny gegen den abgefälschten Schuss von de Wit
retten, kurz darauf versuchte es de Wit ohne Umwege, doch erneut war
Hamburgs Keeper zur Stelle. Und auch seine Mannschaftskameraden fanden
nun immer besser ins Spiel, kauften dem FCK mehr und mehr den Schneid ab
und setzten auch offensive Akzente. Den ersten initiierte Berg, der den
Ball von rechts in den Lauf von Petric passte, doch der kam eine
Fußspitze zu spät gegen Sippel. Der FCK-Keeper konnte aber nach einer
knappen halben Stunde auch nichts mehr ausrichten, als die Rothosen nach
einem schönen Spielzug eiskalt zuschlugen. Aogo hatte von links auf den
zweiten Pfosten geflankt, wo Berg auf Ilivecic zurücklegte, doch dessen
Schuss wurde gerade noch kurz vor der Torlinie geblockt - genau vor die
Füße von Jansen, der aus kurzer Distanz zum 1:0 für den HSV einschob.
Und dieser Treffer zeigte Wirkung, denn bis zum Halbzeitpfiff kam
Lautern nicht mehr zurück, so dass das Fink-Team mit der 1:0-Führung in
die Pause ging.
Hamburg setzt nach
Hamburg setzt nach
Und der HSV machte nach dem Seitenwechsel da weiter, wo er im
ersten Abschnitt aufgehört hatte - und erspielte sich direkt nach
Wiederanpfiff richtig gute Gelegenheiten: Petric zog vom Strafraumeck
ab, Sippel konnte das Geschoss nicht festhalten, und Jansen setzte den
Nachschuss neben das Tor; Kacars Kopfball wenige Sekunden später kam
zwar aufs Tor, doch den konnte Sippel mit einer starken Reaktion
entschärfen; und die beste Gelegenheit hatte Ilicevic, der nach einer
Stunde von Berg und Kacar in Szene gesetzt wurde, mit seinem Schuss aus
kurzer Distanz aber nur die Latte traf. Da in der Folge auch Berg seine
Hundertprozentige allein vor Sippel nicht nutzen konnte, mussten die
Rothosen doch noch bis zum Ende zittern. Denn die Lauterer warfen in der
Schlussphase alles nach vorne und kamen durch Wagners abgefälschten
Schuss, der sich auf das Tornetz senkte, zu einer guten Gelegenheit. Und
dann gab es da ja noch die letzte Spielminute, in der Sahan von
Sukuta-Pasu den Ball in den Lauf gelegt bekam. Diesen Laufweg kreuzte
Kacar auf Höhe des Fünfmeterraumes auf dem Rasen rutschend, doch
Schiedsrichter Kinhöfers Pfeife blieb stumm, so dass die Rothosen die
dreiminütige Nachspielzeit souverän runterspielen und den knappen, aber
insgesamt verdienten Sieg bejubeln konnten. Und der Rest war
Erleichterung.
FC Kaiserslautern: Sippel - Dick, Yahia (80. Abel), Rodnei, Bugera - Borysiuk - Fortounis, Tiffert, De Wit (75. Sukuta-Pasu), Derstroff (65. Fortounis) - Wagner
Hamburger SV: Drobny - Diekmeier (46. Sala), Mancienne, Westermann, Aogo - Jarolim, Kacar - Ilicevic, Jansen - Petric (80. Son), Berg
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Tore: 1:0 Jansen (28.)
Zuschauer: 44745
Gelbe Karten: Sahan (41.), Bugera (42.), Yahia (50.), Fortounis (78.), Jarolim (78.), Kacar (78.)
Gelb-Rote Karten: - / -
Rote Karten: - / -
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