Im Auswärtsspiel gegen den VfL
Wolfsburg musste der HSV eine unglückliche Niederlange hinnehmen. In
einem überaus intensiv geführten und hart umkämpften Spiel unterlagen
die Rothosen am Ende knapp mit 1:2.
Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar: nach den Ergebnissen der
letzten Wochen waren die Hamburger in erster Linie darauf bedacht,
defensiv stabil zu stehen und hinten möglichst nichts zuzulassen. Und
das gelang zu Beginn dank einer disziplinierten und kämpferischen
Leistung, denn klare Torchancen konnten sich die Wolfsburger nicht
herausspielen. Hier und da ein Distanzschuss, dazu zwei, drei schnell
vorgetragene Aktionen über die Außenbahnen, die der HSV jedoch
bereinigen konnte - bis zur Pause hielt der HSV hinten dicht. Und hätte
um ein Haar kurz vor dem Halbzeitpfiff selbst vorne zugeschlagen:
Ilicevic wurde von Jarolim steil geschickt und vollendete, stand hierbei
jedoch ein kleines Stück im Abseits. Es war die beste Gelegenheit des
HSV, der im ersten Durchgang zudem durch zwei Distanzschüsse von Petric
auf sich aufmerksam machte, in erster Linie aber durch seine gute
Defensivarbeit überzeugte.
Blitzstart in die zweite Hälfte
Blitzstart in die zweite Hälfte
Doch das sah nach dem Seitenwechsel plötzlich ganz anders aus. Nur
19 Sekunden nach Wiederanpfiff klingelte es plötzlich hinten, nachdem
Aogo im Zweikampf mit Dejagah zu Fall gekommen war, die Pfeife von
Schiedsrichter Dr. Brych jedoch stumm blieb und so Dejagah die Flanke
ermöglichte, die Mandzukic zum 1:0 vollendete. Doch die Köpfe der
Hamburger blieben nur ganz kurz unten, denn lediglich eine Minute später
passte Westermann in den Lauf von Berg, der technisch anspruchsvoll
abschloss und Benaglio zum 1:1 überlupfte. So war die Partie direkt
wieder ausgeglichen - und gestaltete sich auch in der Folge so, denn
keines der Teams konnte sich einen entscheidenden Vorteil erspielen. Und
trotzdem gerieten die Rothosen auf die Verliererstraße, denn eine
Viertelstunde vor Schluss zirkelte Schäfer einen Freistoß von der
rechten Außenbahn an der Hamburger Mauer vorbei ins kurze Eck, in das
Drobny noch abtauchte, hierbei allerdings eine Handbreit zu spät kam. Es
war ein unglücklicher und gleichzeitig entscheidender Treffer, denn am
Ende blieb es beim Wolfsburger 2:1-Sieg. Zwar warf die Mannschaft des
HSV in der Endphase alles nach vorne und hatte durch Petric und Aogo
noch zweimal den Ausgleich auf dem Fuß - es fehlten jedoch wenige
Zentimeter, um den verdienten Punkt zu erzwingen.
VfL Wolfsburg: Benaglio - Hasebe, Russ, Felipe, Rodriguez - Josué (65. Jiracek), Polak (Madlung, 84.) - M. Schäfer, Dejagah - Helmes (90. Vieirinha), Mandzukic
Hamburger SV: Drobny - Diekmeier, Mancienne, Westermann, Aogo - Jarolim (83. Kacar), Rincon - Ilicevic (80. Töre), Jansen (77. Son) - Petric, Berg
Schiedsrichter: Dr. Felix Brych (München)
Tore: 1:0 Mandzukic (46.) , 1:1 Berg (47.), 2:1 Schäfer (75.)
Zuschauer: 30.000
Gelbe Karten: Josue (36.), Polak (62.), Jiracek (73.), Westermann (74.), Rincon (86.)
Gelb-Rote Karten: - / -
Rote Karten: - / -
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