In der Bundesliga

Sunday, August 12, 2007

1:0 - HSV startet mit Sieg in die neue Saison

11.08.2007

War nur selten von 96 zu halten: David Jarolim

Hannover/Hamburg - Der Hamburger SV ist mit einem Sieg in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Am Samstag (11.08.07) siegte die Mannschaft von Trainer Huub Stevens in der mit 47.000 ausverkauften AWD Arena gegen Hannover 96 mit 1:0 (1:0). Den einzigen Treffer der Partie erzielte Collin Benjamin bereits in der 23. Minute. Die Hamburger hatten über die gesamte Spielzeit gute Möglichkeiten, konnten sich am Ende aber bei Keeper Frank Rost bedanken, der in den Schlussminuten mehrfach gute Chancen der Gastgeber zunichte machte.

Zum Nordderby in der AWD Arena schickte Huub Stevens exakt die Elf auf den Rasen, die im DFB-Pokal bei Holstein Kiel begann und 5:0 siegte. Der wieder genesene Thimothee Atouba saß ebenso wie Neuzugang Romeo Castelen zunächst auf der Bank. Nicht mit dabei waren Juan Pablo Sorin (Patellasehne), Paolo Guerrero (Trainingsrückstand), Raphael Wicky (Probetraining USA) und Mario Fillinger (Haarriss). Nicht im Kader standen zudem Änis Ben-Hatira und Miso Brecko. 96-Coach Dieter Hecking musste vor allem seine Innenverteidigung ändern. Für Fahrenhorst (Muskelfaserriss) und Vinicius (Rückenprobleme) standen Zuraw und Kleine in der Anfangself. Benny Lauth mnusste auf der rechten Seite Pinto den Vortritt lassen.

Benjamin mit erstem HSV-Tor

Die Partie begann bei strahlendem Sonnenschein gemütlich. Die Gastgeber kamen in den ersten Minuten nicht gefährlich vor das Gehäuse von Frank Rost, bei den Rothosen, die ganz in Weiß spielten, versuchte es Rafael van der Vaart aus der Distanz (12.). In der Folge bestimmten die Defensivreihen das Geschehen - bis zur 23. Minute. Der HSV bekam einen Freistoß und ging mit 1:0 in Führung! Nigel de Jong bekam den Ball auf den zweiten Pfosten, legte per Brust auf Collin Benjamin, der den Ball unter die Latte schoss. Eine ganz starke, weil einstudierte Aktion. Und die Hamburger blieben am Drücker. Erst schoss de Jong drüber (26.), dann traf van der Vaart eine Trochowski-Flanke nicht richtig (29.). Ebenfalls ein Beleg der HSV-Überlegenheit zu dieser Phase: Die Stevens-Elf gewann deutlich mehr der Zweikämpfe. In der 35. Minute dann der Auftritt von Mohamed Zidan. Mit einem pfeilschnellen Antritt ließ er die 96-Defensive stehen, zog aus 16 Metern ab und der Ball rutschte unter Robert Enke durch. Kurz vor dem Tor blieb er jedoch liegen und Enke hatte im zweiten Versuch den Ball - Pech für den HSV. Von Hannover kam bis auf einen Steilpassversuch von Balitsch nichts mehr. Die Führung zur Pause war völlig verdient.

Dieter Hecking reagierte und brachte zur zweiten Hälfte Vahid Hashemian für Mike Hanke. Der HSV blieb zunächst unverändert. Die "Roten" versuchten nun schneller ins Spiel zu kommen, waren präsenter und spritziger. Doch der Iraner Hashemian brachte in seiner ersten Szene den Ball nicht unter Kontrolle (46.). Die Hamburger machten in der Folge zu wenig, die logische Konsequenz: Hannover wurde die bessere Mannschaft. Joris Mathijsen klärte in höchster Not gegen Hashemian (58.). Nur drei Minuten später musste Rost gegen Huszti retten (61.). Auf der Gegenseite hätte van der Vaart auf 2:0 erhöhen können (63.). Überhaupt kamen jetzt wieder die Rothosen. Erst war Benjamin zu zaghaft (67.), dann drosch Trochowski die Kugel an die Latte (69.). Wiederum nur zwei Minuten später hätte es dann spätestens 2:0 stehen müssen. Nach einem Ballgewinn und Konter stand van der Vaart völlig frei vor Enke, doch der Linksschuss war zu schwach (71.).

Drei Mal Latte - Wahnsinns Schlussphase

Nachdem Stevens zur Schlussphase mit Choupo-Moting und Atouba zwei neue Akteure gebracht hatte, führte sich der Kameruner gleich gut ein. Einen Einwurf brachte er genau auf die Brust von van der Vaart, der den Ball nach blitzschneller Drehung an die Latte schoss - zum dritten Mal traf der HSV das Gebälk (80.). Angesichts der Konterchancen und der Spielanteile deutete alles auf einen HSV-Sieg hin. Doch es wurde nochmal richtig eng. 96 warf alles nach vorne und Frank Rost stand im Blickpunkt. Erst vereitelte er gegen den freistehenden Lauth (88.), dann parierte er einen Schuss gegen Hashemian (90.) und hielt somit den Erfolg fest. Kurz danach war Schluss. Der HSV gewann das Nordderby letztlich verdient, da sie bis auf die Zeit kurz nach der Pause und den letzten beiden Minuten die bessere und gefährlichere Mannschaft war.

Das Spiel im Stenogramm:

Hamburger SV: Rost - Demel, Kompany, Mathijsen, Benjamin - de Jong, Jarolim, Olic (83.Castelen), Trochowski (78.Atouba), van der Vaart - Zidan (69. Choupo-Moting)

Hannover 96: Enke - Cherundolo, Kleine, Zuraw, Tarnat - Balitsch (65.Lauth), Yankov - Pinto (55.Rosenthal), Bruggink, Huszti - Hanke (46.Hashemian)

Tore: 0:1 Benjamin (23.)

Zuschauer: 47.000 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding)

Gelbe Karten: Jarolim / Balitsch, Bruggink

Gelb-Rote Karte: -/-

Rote Karte: -/-

Taktische Aufstellung:

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