| 30.10.2011 |
Der HSV muss weiter auf seinen erste Heimsieg der Saison warten. Die Rothosen trennten sich am Sonntagabend (30.10.11) vom 1. FC Kaiserslautern mit 1:1-Unentschieden (0:1).
Der HSV muss weiter auf seinen erste Heimsieg der Saison warten. Die Rothosen trennten sich am Sonntagabend (30.10.11) vom 1. FC Kaiserslautern mit 1:1-Unentschieden (0:1). Der Punktgewinn war allerdings hart erkämpft. Bereits nach 22 Minuten sah Slobodan Rajkovic nach einem Ellenbogen-Einsatz gegen Tiffert die Rote Karte. In Unterzahl bekamen die Hamburger dann vor der Pause durch Pierre De Wit den Gegentreffer zum 0:1 (38.).
Die Zielvorgabe vor dem Lautern-Spiel war klar: ein Sieg sollte es sein. Schließlich ging es nicht nur darum, Trainer Thorsten Fink ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk zu machen, sondern mit einem Dreier die Abstiegsplätze zu verlassen. Doch dieses Unterfangen erfuhr bereits in der Anfangsphase einen herben Dämpfer. Rajkovic und Tiffert begegneten sich im Zweikampf, und Schiedsrichter Schmidt wertete das Einsteigen des Hamburgers als absichtliches und rot-würdiges Foulspiel - ab der 22. Minute spielten die Hamburger in Unterzahl. Doch damit nicht genug, denn nur eine Viertelstunde später, als das Team sich gerade auf die neuen Umstände eingestellt hatte, schepperte es hinten im Kasten: Lauterns de Wit hatte einen sauberen Konter des FCK fulminant mit einem Distanzschuss der Marke Tor des Monats in den rechten Torwinkel abgeschlossen.
Chancenplus trotz Unterzahl
Chancenplus trotz Unterzahl
Der HSV musste somit nicht nur mit einem Mann weniger, sondern auch mit einem 0:1 als zusätzliche Hypothek die restlichen 50 Minuten bestreiten. Doch von Resignation keine Spur. Im Gegenteil, denn nachdem Drobny noch zwei Mal überragend gehalten hatte, kam die Mannschaft von Thorsten Fink zurück. Und wie! Noch vor der Pause hatte Jansen den Ausgleich auf dem Fuß, doch sein Geschoss prallte von der Unterkante der Latte wieder ins Feld zurück. Ärgerlich, doch dies war der endgültige Startschuss für die Rothosen, diese Partie trotz aller Widrigkeiten nicht verloren zu geben. Und so wurden Tempo und Druck weiter erhöht, und das Glück erzwungen. Bei Guerreros erstem Versuch nach einer Stunde klappte das noch nicht so ganz, denn Schiedsrichter Schmidt pfiff seinen Ausgleichstreffer wegen eines vermeintlichen Handspiels ab. Doch fünf Minuten später war es soweit: Nach einem tollen Dribbling inklusive präziser Flanke von Töre stand Hamburgs Nummer 9 goldrichtig und wuchtete den Ball per Kopf zum 1:1 ins Netz. Der verdiente Lohn für einen immensen Aufwand, den die Anhänger mit einer imposanten Geräuschkulisse würdigten.
Belohnung bleibt aus
Belohnung bleibt aus
Und dieses Zusammenspiel zwischen Mannschaft und Fans kurbelte den HSV weiter an. Es ging nach vorn, nun sollte auch noch der Sieg gelingen, doch in den letzten Minuten musste das Team mehr und mehr der Unterzahl Rechnung tragen. Die Kräfte schwanden, doch der Wille war ungebrochen, und so gab es in dem zum Ende hin offenen Schlagabtausch zwischen HSV und FCK noch einige gute Torrausmszenen - vor beiden Toren, wohlgemerkt. Denn während Westermann und Guerrero auf Seiten der Hamburger zwei gute Gelegenheiten nicht nutzen konnten, spielte auf der anderen Seite das Glück mit, als Abels Kopfball sich nur auf die Torlatte senkte. Und so blieb es nach 90 spannenden, aufregenden und intensiven Minuten beim 1:1-Remis, das von den HSV-Fans in der nahezu ausverkauften Imtech Arena jedoch wie ein Sieg gefeiert wurde. Auch wenn es mit dem Verlassen der Abstiegsränge und den drei Punkten als Geburtstagsgeschenk für den Trainer nicht ganz geklappt hatte.
Hamburger SV: Drobny - Westermann, Bruma, Rajkovic, Aogo - Rincon, Kacar (83.Tesche) - Töre (81.Lam), Jansen - Berg (38.Diekmeier), Guerrero
1. FC Kaiserslautern: Trapp - Dick, Amedick, Abel, Bugera - Sahan (67.Sukuta-Pasu), De Wit (75.Shechter), Kirch, Tiffert - Fortounis (90.Petsos), Kouemaha
Tore: 0:1 De Wit (38.), 1:1 Guerrero (65.)
Zuschauer: 55.348
Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)
Gelbe Karten: Westermann, Diekmeier / Kouemaha
Gelb-Rote Karten: - / -
Rote Karten: Rajkovic (22.) / -
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