| 20.11.2010 |
Der Hamburger SV musste am Samstag eine bittere Niederlage gegen Hannover 96 einstecken.
Hamburg - Der Hamburger SV hat das 45. Nordderby gegen Hannover 96 in letzter Minute verloren. Die Mannschaft von Trainer Armin Veh geriet nach einer unglücklichen Abwehraktion von Muhamed Besic in der 39. Minute durch Stindl mit 0:1 in Rückstand. Noch vor dem Seitenwechsel erzielte Heung Min Son den 1:1-Ausgleich (40.). Für die zwischenzeitliche 2:1-Führung des HSV war erneut Son verantwortlich (54.). Nur fünf Minuten später erzielte Schulz den 2:2-Ausgleich. Der eingewechselte Mike Hanke stellte in der Nachspielzeit den 3:2-Endstand her.
Der Kampf um die Nummer 1 im Norden fesselt Jahr für die Fußballfans. Wer ist es? Der Hamburger SV? Oder doch Werder Bremen? In den letzten Jahren mischte sich auch der VfL Wolfsburg in diese Auseinandersetzung ein, wurde 2009 sogar Deutscher Meister. Und dieses Jahr? Da ist aktuell der kleine HSV aus Hannover die Nummer 1 in den nördlichen Gefilden der Bundesliga. Dieses Kräfteverhältnis wollten die Hamburger unbedingt wieder zurechtrücken. Allerdings hatten die Rothosen in den letzten Jahren bei den Roten aus Hannover nicht allzu viel zu jubeln, denn in den vergangenen elf Duellen an der Leine sprang lediglich ein Sieg heraus. Auch diese Statistik sollte aufgehübscht werden, allerdings standen Trainer Armin Veh erneut etliche Akteure nicht zur Verfügung. Mathijsen (Bänderriss), Demel (Achillessehen-Reizung), Kacar (Bänderriss), Benjamin (Muskelfaserriss), Jansen (Zehenbruch), Rost (Aufbautraining nach Außenband-Anriss), Aogo (Reha nach Leistenoperation), Diekmeier (Fersen-Operation), Stepanek (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Castelen (Aufbautraining nach Knie-OP) und Torun (HSV II) waren in Hannover nicht dabei. Bei 96 fehlten Cherundolo (Gelb-Rot-Sperre), Haggui (Rotsperre), Andreasen (Aufbautraining), Carlitos (Aufbautraining), Abdellaoue (Faserriss) und Stoppelkamp (Bänderriss).
Die Hamburger begannen zielstrebig, engagiert und offensiv. So ergaben sich gleich in den ersten Minuten einige vielversprechende Aktionen über die Außenbahnen, auf denen Pitroipa und Son für Wirbel sorgten. Die besten Gelegenheiten der Anfangsphase hatte aber Petric, der nach Zuspielen von Guerrero bzw. Zé Roberto in Szene gesetzt wurde, jedoch je einmal am langen und am kurzen Eck vorbeischoss (11., 19.). Aber auch Hannover spielte mit, agierte sehr lauffreudig, unter anderem Stindl, der mit großem Einsatz gerade noch einen Flankenball mit dem Fuß erwischte, allerdings ebenfalls den Kasten knapp verfehlte.
Der Kampf um die Nummer 1 im Norden fesselt Jahr für die Fußballfans. Wer ist es? Der Hamburger SV? Oder doch Werder Bremen? In den letzten Jahren mischte sich auch der VfL Wolfsburg in diese Auseinandersetzung ein, wurde 2009 sogar Deutscher Meister. Und dieses Jahr? Da ist aktuell der kleine HSV aus Hannover die Nummer 1 in den nördlichen Gefilden der Bundesliga. Dieses Kräfteverhältnis wollten die Hamburger unbedingt wieder zurechtrücken. Allerdings hatten die Rothosen in den letzten Jahren bei den Roten aus Hannover nicht allzu viel zu jubeln, denn in den vergangenen elf Duellen an der Leine sprang lediglich ein Sieg heraus. Auch diese Statistik sollte aufgehübscht werden, allerdings standen Trainer Armin Veh erneut etliche Akteure nicht zur Verfügung. Mathijsen (Bänderriss), Demel (Achillessehen-Reizung), Kacar (Bänderriss), Benjamin (Muskelfaserriss), Jansen (Zehenbruch), Rost (Aufbautraining nach Außenband-Anriss), Aogo (Reha nach Leistenoperation), Diekmeier (Fersen-Operation), Stepanek (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Castelen (Aufbautraining nach Knie-OP) und Torun (HSV II) waren in Hannover nicht dabei. Bei 96 fehlten Cherundolo (Gelb-Rot-Sperre), Haggui (Rotsperre), Andreasen (Aufbautraining), Carlitos (Aufbautraining), Abdellaoue (Faserriss) und Stoppelkamp (Bänderriss).
Die Hamburger begannen zielstrebig, engagiert und offensiv. So ergaben sich gleich in den ersten Minuten einige vielversprechende Aktionen über die Außenbahnen, auf denen Pitroipa und Son für Wirbel sorgten. Die besten Gelegenheiten der Anfangsphase hatte aber Petric, der nach Zuspielen von Guerrero bzw. Zé Roberto in Szene gesetzt wurde, jedoch je einmal am langen und am kurzen Eck vorbeischoss (11., 19.). Aber auch Hannover spielte mit, agierte sehr lauffreudig, unter anderem Stindl, der mit großem Einsatz gerade noch einen Flankenball mit dem Fuß erwischte, allerdings ebenfalls den Kasten knapp verfehlte.
Doch nach einer guten halben Stunde, da machte machte es besagter Stindl besser. Quasi aus dem Nichts, aus einem versuchten Befreiungsschlag von Besic heraus landete der Ball beim Hannoveraner, der allein auf Drobny zulief und diesen überlegt mit einem Schuss ins untere linke Eck überliste - 1:0 für die Niedersachsen. Doch deren Freude dauerte gerade mal zehn Minuten, denn die Rothosen setzten nach, wollten den schnellen Ausgleich - und wurden belohnt. Jarolim passte hinaus zu Pitroipa, der setzte sich auf der linken Außenbahn gleich gegen zwei 96er durch, passte überlegt in die Mitte und fand Son, der aus wenigen Metern nur noch einzuscheiben brauchte. Schöner Spielzug, verdienter Ausgleich und gleichzeitig auch der Halbzeitstand in einem munteren Nordderby.
Mit einem ähnlichen Paukenschlag wie die erste Hälfte endete, startete der zweite Durchgang. Und wieder im Mittelpunkt: Heung Min Son. Der Hamburger Youngster erzielte nämlich nach einem wunderschönen Solo mit anschließender Flanke von Pitroipa per Kopf die 2:1-Führung. Zu diesem Zeitpunkt waren erst knapp zehn Minuten im zweiten Abschnitt gespielt. Doch dieses Mal währte die Freude auf Seiten der Hamburger nicht allzu lang, denn 96 schlug postwendend zurück - und wie! Schulz nahm nach einem Freistoß den Ball an der Strafraumgrenze mit dem Rücken zum Tor an, zögerte nicht und versenkte nach einer Stunde per Fallrückzieher über Drobny hinweg zum 2:2-Ausgleich. Wunderschönes Tor, keine Frage. Und gleichzeitig der Auftakt zu einer spannenden Schlussphase, in der die Heimmannschaft etwas mehr vom Spiel, die Hamburger aber die klareren Chancen hatten. Erst Pitroipa, der sich wiederholt auf rechts durchsetzte, abschließend nur noch 96-Schlussmann Fromlowitz vor sich hatte, aber Zentimeter am langen Pfosten vorbei schlenzte. Dann Son, der nach erneuter Vorarbeit von Pitroipa schon an Fromlowitz vorbei war, aber aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten traf. Und schließlich van Nistelrooy, der nach Zuspiel von Jarolim am gut mitspielenden und weit vor seinem Tor stehenden Fromlowitz scheiterte. Dazu noch ein Abseitstor von Ya Konan und eine von Drobny hervorragend entschärfte Hanke-Chance - es war richtig was los in Hannover, wo sich nach diesen vielen Szenen alle Experten einig waren, dass das Unentschieden ein leistungsgerechtes Ergebnis darstellt. Doch dann begann die Nachspielzeit und plötzlich waren alle Expertenmeinungen hinfällig, denn mit der letzten Aktion des Spiels markierte der eingewechselte Hanke per Kopf das Siegtor für den kleinen HSV. Unglaublich, unfassbar, unnötig. Bitteres Ende eines tollen Fußballspiels - das die Rothosen ohne Punkte beendeten.
Das Spiel im Stenogramm:
Hannover 96: Fromlowitz - Chahed, Eggimann, Pogatetz, Schulz - Pinto, Schmiedebach - Stindl, Rausch - Schlaudraff (73. Hanke) - Ya Konan (90.+2. Lala)
Hamburger SV: Drobny - Rincón, Besic, Westermann, Zé Roberto - Jarolim, Trochowski - Pitroipa, Son, Guerrero (58. van Nistelrooy) - Petric (76. Choupo-Moting)
Tore: 1:0 Stindl (31.), 1:1 Son (40.), 1:2 Son (54.), 2:2 Schulz (59.), 3:2 Hanke (90.+1.)
Zuschauer: 49.000 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Dr. Jochen Drees (Münster-Sarmsheim)
Gelbe Karten: Schlaudraff, Pinto / Guerrero, Zé Roberto, Trochowski, Choupo-Moting
Gelb-Rote Karten: - / -
Rote Karten: - / -
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