| 12.11.2010 |
Der Hamburger SV hat die Partie gegen Borussia Dortmund mit 0:2 verloren. Für den Tabellenführer waren Kagawa und Barrios erfolgreich.
Hamburg - Der Hamburger SV hat am 12. Bundesligaspieltag verloren. Die Mannschaft von Trainer Armin Veh unterlag vor 80.720 Zuschauern im ausverkauften Signal-Iduna-Park mit 0:2 (0:0). Kagawa hatte den BVB kurz nach dem Seitenwechsel mit 1:0 in Führung gebracht (50.). Lucas Barrios stellte in der 70. Minute den 2:0-Endstand her.
Mit dem Bus machte sich der HSV am Donnerstag auf den Weg nach Dortmund, zur Borussia, der derzeitigen Mannschaft der Superlative: Die beeeindruckende Bilanz der Klopp-Elf: zehn Spiele ohne Niederlage (neun Siege, ein Unentschieden), die meisten Tore geschossen (27), die wenigsten gefangen (7), die meisten Chancen herausgearbeitet (103), das torgefährlichste Mittelfeld der Liga (17 Treffer, dazu 20 Assists) - der BVB ging mit breiter Brust in die Partie, in der Owomoyela (Aufbautraining nach Achillessehnen-Reizung), Kehl (Sehnenanriss) und Kringe (Mittelfußbruch) nicht mitwirken konnten. Noch übler sah es bei den Hamburgern aus, die im Bus reichlich Platz hatten, denn die Verletzungsmisere ist noch lange nicht überstanden. Mit van Nistelrooy (Muskelfaserriss), Benjamin (Muskelfaserriss), Jansen (Zehenbruch), Rost (Aufbautraining nach Außenband-Anriss), Elia (Aufbautraining nach Fersenproblemen), Aogo (Reha nach Leistenoperation), Diekmeier (Fersen-Operation), Stepanek (Reha nach Kreuzbandriss), Castelen (Reha nach Knie-OP) und Torun (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) fehlten gleich zehn Mann. Die Rothosen witterten dennoch ihre Chance - und wollten die Punkte direkt im Bus mit nach Hause nehmen.
Die Partie im vom Wind und Regen gebeutelten Signal iduna Park begann so, wie man es erwarten durfte, nämlich mit stürmischen Borussen. Doch der HSV setzte seine Strategie dagegen, stand defensiv sehr sicher und kompakt, störte den Spielaufbau der Schwarz-Gelben konsequent und setzte auf feine Nadelstiche. Mit schnellen Gegenstößen sollte die beste Defensive der Liga ausgehebelt werden, ohne dabei die eigene Deckung zu entblößen. Und so entwickelte sich ein Spiel, das von Kampf, Einsatz und Leidenschaft geprägt war, spielerisch jedoch Luft nach oben ließ, da sich beide Teams mit ihrem intensiven Spiel neutralisierten.
Mit dem Bus machte sich der HSV am Donnerstag auf den Weg nach Dortmund, zur Borussia, der derzeitigen Mannschaft der Superlative: Die beeeindruckende Bilanz der Klopp-Elf: zehn Spiele ohne Niederlage (neun Siege, ein Unentschieden), die meisten Tore geschossen (27), die wenigsten gefangen (7), die meisten Chancen herausgearbeitet (103), das torgefährlichste Mittelfeld der Liga (17 Treffer, dazu 20 Assists) - der BVB ging mit breiter Brust in die Partie, in der Owomoyela (Aufbautraining nach Achillessehnen-Reizung), Kehl (Sehnenanriss) und Kringe (Mittelfußbruch) nicht mitwirken konnten. Noch übler sah es bei den Hamburgern aus, die im Bus reichlich Platz hatten, denn die Verletzungsmisere ist noch lange nicht überstanden. Mit van Nistelrooy (Muskelfaserriss), Benjamin (Muskelfaserriss), Jansen (Zehenbruch), Rost (Aufbautraining nach Außenband-Anriss), Elia (Aufbautraining nach Fersenproblemen), Aogo (Reha nach Leistenoperation), Diekmeier (Fersen-Operation), Stepanek (Reha nach Kreuzbandriss), Castelen (Reha nach Knie-OP) und Torun (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) fehlten gleich zehn Mann. Die Rothosen witterten dennoch ihre Chance - und wollten die Punkte direkt im Bus mit nach Hause nehmen.
Die Partie im vom Wind und Regen gebeutelten Signal iduna Park begann so, wie man es erwarten durfte, nämlich mit stürmischen Borussen. Doch der HSV setzte seine Strategie dagegen, stand defensiv sehr sicher und kompakt, störte den Spielaufbau der Schwarz-Gelben konsequent und setzte auf feine Nadelstiche. Mit schnellen Gegenstößen sollte die beste Defensive der Liga ausgehebelt werden, ohne dabei die eigene Deckung zu entblößen. Und so entwickelte sich ein Spiel, das von Kampf, Einsatz und Leidenschaft geprägt war, spielerisch jedoch Luft nach oben ließ, da sich beide Teams mit ihrem intensiven Spiel neutralisierten.
Die erste Torraumszene gab es folglich erst nach 20 Minuten, nämlich einen Eckball für den BVB. Und die erste Torchance ereignete sich in der 40. Minute, als Götze eine Schmelzer-Flanke drei Meter neben Drobnys Kasten setzte. Doch auch die Rothosen hatten vor dem Pausenpfiff noch ihren Auftritt, als Zé Roberto über links marschierte und auf Petric flankte, dem jedoch fünf Zentimeter Körpergröße oder zumindest ein wallendes Haupthaar fehlten, um den Ball vom Fünfmetereck im Tor unterbringen zu können. Somit ging es torlos und mächtig nass geregnet in die Kabine.
Die zweite Halbzeit hätte für den HSV nicht unglücklicher beginnen können. Es dauerte nur vier Minuten, ehe der BVB einen Konter über den rechten Flügel fuhr, Bender auf und davon marschierte und auf Kagawa zurückpasste, der den Ball zur Dortmunder Führung im Netz unterbrachte. Damit war der HSV gefordert, doch es dauerte eine knappe Viertelstunde, ehe sich die Hamburger aus der Dortmunder Umklammerung befreien konnten. Der Aufschwung ging einher mit der Einwechslung Sons, der über links ordentlich Dampf machte und binnen kürzester Zeit zwei gefahrbringende Aktionen initiierte - doch das Tor fiel auf der anderen Seite. In die Druckphase der Hamburger hinein setzte die Klopp-Elf erneut einen Konter, wieder ging es über rechts und der Spielzug über Kagawa, Götze, Großkreutz und Barrios als Vollstrecker war einfach stark, das 2:0 damit für die HSV-Hintermannschaft kaum zu verhindern. Damit war die Partie nach 70 Minuten im Grunde entschieden, denn der HSV erholte sich von diesem Schock nicht mehr. Ein Petric-Kopfball nach Pitroipa-Flanke, der um ein Haar den Anschlusstreffer bedeutet hätte - viel mehr war gegen einen nun sehr überzeugend auftretenden Tabellenführer nicht drin, so dass die Punkte im Pott blieben.
Das Spiel im Stenogramm:
Borussia Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer - Bender, Sahin - Götze (85. Dede), Kagawa (78. Lewandowski), Großkreutz (71. Blaszczykowski) - Barrios
Hamburger SV: Drobny - Demel (80. Besic), Westermann, Mathijsen, Zé Roberto - Kacar (34. Rincón /65. Son), Jarolim - Pitroipa, Trochowski - Petric, Guerrero
Tore: 1:0 Kagawa (50.), 2:0 Barrios (70.)
Zuschauer: 80.720 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)
Gelbe Karten: - / -
Gelb-Rote Karten: - / -
Rote Karten: - / -
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