In der Bundesliga

Saturday, August 23, 2008

Last-Minute-Sieg zum Heimdebüt - 2:1 gegen KSC

23.08.2008

Froh über drei Punkte zur Heimpremiere: Martin Jol

Hamburg - Der Hamburger SV hat zur Bundesliga-Heimpremiere von Trainer Martin Jol einen Sieg eingefahren. Vor 50.637 Zuschauern in der HSH Nordbank Arena gewannen die Rothosen gegen den Karlsruher SC mit 2:1 (1:0). In der ersten Halbzeit gingen die Hamburger durch ein Eigentor von Tim Sebastian, der eine Flanke von Tim Atouba unglücklich abfälschte, zunächst mit 1:0 (33.) in Führung. Sebastian Freis schoss im zweiten Durchgang zunächst den 1:1-Ausgleichstreffer (67.), ehe Joris Mathijsen in der letzten Spielminute den 2:1 für die Hamburger markierte, die ihrem Trainer damit doch noch einen geglückten Einstand bescherten.

Der Hamburger SV begann sein erstes Heimspiel der neuen Saison ohne Neuzugang Mladen Petric. Der Kroate saß nach nur einer Trainingseinheit am Freitag (22.08.08) mit der Mannschaft zunächst auf der Bank. Martin Jol musste sein Team nach dem 2:2-Unentschieden bei Bayern München auf zwei Positionen umbauen. Bastian Reinhardt und Jerome Boateng zogen sich im Spiel gegen den Rekordmeister Muskelfaserrisse zu. Dafür rückten Guy Demel und Tim Atouba in die Startformation. Atouba spielte links in der Viererkette und Benjamin ersetzte Reinhardt in der Innenverteidigung.

Mit Karlsruher Hilfe zur Führung

Martin Jol hatte seine Truppe nach dem 7:0-Kantersieg im Mai vor zu viel Euphorie gewarnt. Dementsprechend konzentriert begannen die Rothosen in der HSH Nordbank Arena und setzten die Gäste von Beginn an unter Druck. Die erste Chance des Spiels hatte aber die Elf von Edmund Becker. In der 8. Minute spielte Joshua Kennedy den Ball in die Spitze, doch der Schuss von Sebastian Freis ging knapp am Tor vorbei. Freis war es auch, der in der 19. Minute frei vor Frank Rost auftauchte, doch Collin Benjamin klärte die Situation. Der KSC hatte sich also gut vom Druck des HSV befreit und gestaltete die Partie sehr offen.

In der 24. Minute hätte der HSV in Führung gehen müssen. Piotr Trochowski hatte das Leder vor das Tor gebracht, hier stand Ivica Olic völlig frei, konnte den Ball jedoch aus fünf Metern per Kopf nicht im Kasten unterbringen. Großer Jubel dann in der 33. Minute. Tim Atouba brachte den Ball aus halblinker Position vor das KSC-Gehäuse - eigentlich nicht sonderlich gefährlich, doch Tim Sebastian fälschte den Ball so ab, dass er sich ohne Chance für Keeper Markus Miller ins lange Toreck senkte. Bis zur Pause passierte dann nicht mehr viel, der HSV kontrollierte die Partie, ohne sich jedoch weitere Möglichkeiten herauszuspielen, so dass es mit der knappen, aber verdienten Führung in die Halbzeitpause ging.

Mathijsen mit dem späten Siegtreffer

Nach dem Seitenwechsel benötigten beide Mannschaften einige Minuten, um wieder auf Betriebstemperatur zu kommen, doch dann ging es rund. Der KSC versteckte sich keineswegs und wollte den Ausgleich, der HSV das zweite Tor. Und das lag in der Luft, doch nach Jonathan Pitroipas wunderbarem Solo durch drei Karlsruher scheiterte Ivica Olic mit seinem Schuss am auf der Linie postierten Sebastian (57.). Die Gäste präsentierten sich da etwas treffsicherer und kamen durch Freis´ Tunnel gegen Rost zum zu diesem Zeitpunkt nicht unverdienten Ausgleich (67.).

Jetzt war richtig Musik drin, beide Teams wollten das entscheidende Tor. Auf Seiten des KSC scheiterte Kennedy an Rost (74.), bei den Hamburgern verpasste Neuzugang Petric mit seinem Freistoß um wenige Zentimeter das 2:1 (81.). Und als sich alle bereits mit dem Remis anfreundeten, schlug die Stunde von Joris Mathijsen. Der Verteidiger schummelte sich in der 89. Minute bei einem Eckball mit nach vorn - und vollendete die kollektive Vorarbeit aller eingewechselten Spieler. Eckball Ben-Hatira, Kopfballverlängerung Tunay Torun, Ablage Mladen Petric, und dann stand Mathijsen goldrichtig und sorgte aus drei Metern für den späten Siegtreffer. Der Rest war großer Jubel.

Das Spiel im Stenogramm:

Hamburger SV: Rost - Benjamin, Demel, Mathijsen, Atouba - de Jong, Jarolim - Trochowski (88.Torun), Pitroipa (72.Petric), Guerrero - Olic (83.Ben-Hatira)

Karlsruher SC: Miller - Celozzi, Sebastian, Franz, Eichner - Aduobe - Staffeldt, Carnell - da Silva (88.Stoll) - Freis (75.Timm), Kennedy

Tore: 1:0 Sebastian (33./ET), 1:1 Freis (67.), 2:1 Mathijsen (89.)

Zuschauer: 50.637

Schiedsrichter: Babak Rafati (Hannover)

Gelbe Karten: Olic / Eichner, Miller

Gelb-Rote Karte: - / -

Rote Karte: - / -

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