| 18.02.2012 |
Im Nordderby gegen Werder Bremen hieß es nach 90 umkämpften Minuten 3:1 für die Gäste. Marko Marin (9.) und Tom Trybull (45.) und Marko Arnautovic trafen für die Bremer. Mladen Petric erzielte (76.) dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer.
Hamburg - Der HSV musste sich im 96. Norddderby geschlagen geben. Vor 56.553 Zuschauern in der Imtech Arena verloren die Rothosen am Samstag (18.02.12) gegen Werder Bremen mit 1:3 (0:2). Die Gäste gingen durch Marko Marin bereits nach neun Minuten mit 1:0 in Führung. Über die 90 Minuten agierte der HSV dominant, hatte über 60 Prozent Ballbesitz, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Die Gäste von der Weser waren vor dem Tor kaltschnäuziger und nutzten ihre Chancen eiskalt. Kurz vor der Pause erzielte Tom Trybull (45.) das 2:0. Die Rothosen gaben aber nicht auf und kamen nach vielen Großchancen durch Mladen Petric zum Anschlusstreffer (76.). In der 86. Minute machte Marko Arnautovic alle Hoffnungen der Hamburger zunichte und erzielte den Enstand von 1:3.
Derbystimmung schon vor Anpfiff
Derbystimmung schon vor Anpfiff
Beide Fangruppen begrüßten die Teams mit kreativen Choreographien, der Lautstärkepegel war ohrenbetäubend, die Luft wie elektrisiert - klarer Fall von Nordderby! Doch das nahm nicht den aus Hamburger Sicht erhofften Verlauf, denn die Bremer, die gegen offensiv agierende Hamburger auf eine sichere Defensive und schnelle Konter setzten, konnten bereits in der ersten Hälfte einen 2:0-Vorsprung herausschießen. Dabei verbuchten die Rothosen rund 70 Prozent Ballbesitz, doch die Tore machte Werder. Das erste bereits nach neun Minuten, als Marin einen schnellen Gegenstoß nach HSV-Ballverlust im Mittelfeld abschloss und aus kurzer Distanz flach zur Führung einschoss. Der Beginn der Partie verlief für den HSV also alles andere als nach Plan, doch die Köpfe gingen schnell wieder nach oben.
Und so lieferten sich die ewigen Nordrivalen einen starken Fight, in dem allein Guerrero drei Top-Chancen verbuchen konnte: Seinen Schuss aus kurzer Distanz rettete Wiese mit einer Parade, anschließend zielte er je ein Mal per Kopf und Schlenzer einen Tick zu hoch. Und auch Petric, der mit Wucht drüber schoss, und Diekmeier, dessen Geschoss von Wiese pariert wurde, hatten das Glück nicht gepachtet oder fanden in Bremens Keeper ihren Meister. Aber auch dessen Gegenüber Drobny zeigte gleich doppelt, dass auf ihn Verlass ist, als er gegen den heranfliegenden Rosenberg und den den satten Schuss von Marin stark reagierte. Gegen den Kopfball-Aufsetzer von Trybull Sekunden vor dem Pausenpfiff war jedoch auch Hamburgs Nummer 1 chancenlos, so dass nach dem Beginn auch das Ende der ersten Hälfte aus HSV-Sicht völlig missriet.
HSV mit Schwung in die zweite Hälfte
Und so lieferten sich die ewigen Nordrivalen einen starken Fight, in dem allein Guerrero drei Top-Chancen verbuchen konnte: Seinen Schuss aus kurzer Distanz rettete Wiese mit einer Parade, anschließend zielte er je ein Mal per Kopf und Schlenzer einen Tick zu hoch. Und auch Petric, der mit Wucht drüber schoss, und Diekmeier, dessen Geschoss von Wiese pariert wurde, hatten das Glück nicht gepachtet oder fanden in Bremens Keeper ihren Meister. Aber auch dessen Gegenüber Drobny zeigte gleich doppelt, dass auf ihn Verlass ist, als er gegen den heranfliegenden Rosenberg und den den satten Schuss von Marin stark reagierte. Gegen den Kopfball-Aufsetzer von Trybull Sekunden vor dem Pausenpfiff war jedoch auch Hamburgs Nummer 1 chancenlos, so dass nach dem Beginn auch das Ende der ersten Hälfte aus HSV-Sicht völlig missriet.
HSV mit Schwung in die zweite Hälfte
0:2 zur Halbzeit - kein Grund zur Depression. Diesen Eindruck vermittelte das Team von Thorsten Fink mit dem Wiederanpfiff, der als Startschuss zur Aufholjagd taugte. Denn die Rothosen gaben direkt Vollgas und kamen binnen der ersten fünf Minuten zu drei großen Chancen durch Petric, den eingewechselten Ilicevic und einen nur wenige Zentimeter am Tor vorbeirauschenden Freistoß Aogos. Und so ging es weiter, denn Westermann & Co. verließ zu keinem Zeitpunkt der Glaube an die mögliche Wende. Und so wurde weiter mutig nach vorn gespielt und auf den Anschlusstreffer gedrängt, den Ilicevic mit einem Volleyschuss ebenso auf dem Fuß hatte wie Petric, der diesen mit Schuhgröße 46 noch erreicht und über die Linie gedrückt hätte. Dazu gesellte sich eine knifflige Situation im Bremer Strafraum bei der Diekmeier von Sokratis mit vehementem Einsatz am Schuss gehindert wurde - es gibt Schiedsrichter, die da auf Strafstoß entscheiden. Und nachdem Wiese einen knallharten Freistoß von Aogo um den Pfosten gelenkt hatte, da kam der HSV mit dem nächsten Freistoß tatsächlich nochmal heran. Petric' zielte nach links, der Ball wurde nach rechts abgefälscht - nur noch 1:2, und immerhin noch eine Viertelstunde zu spielen. In der warfen die Hamburger alles nach vorn und wurden dafür kurz vor Schluss bestraft, als Arnautovic ein Missverständnis zwischen Westermann und Rajkovic eiskalt ausnutzte und gegen komplett aufgerückte HSVer zum 1:3-Endstand einschob.
Hamburger SV: Drobny - Diekmeier, Westermann, Rajkovic, Aogo - Rincon (46.Ilicevic), Jarolim - Jansen (71.Son), Sala (72.Arslan) - Guerrero, Petric
Werder Bremen: Wiese - Fritz, Affolter, Sokratis, Hartherz - Bargfrede - Marin (82.Ignojovski), Trybull (87.Schmitz) - Junuzovic - Rosenberg (71.Arnautovic), Pizarro
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Tore: 0:1 Marin (9.), 0:2 Trybull (45.), 1:2 Petric (76.), 1:3 Arnautovic (86.)
Zuschauer: 56.553
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Gelbe Karten: Jarolim / Bargfrede, Fritz
Gelb-Rote Karten: - / -
Rote Karten: - / -
No comments:
Post a Comment