| 04.12.2011 |
Paolo Guerrero (23.) und Marcell Jansen (62.) treffen gegen eine gute Nürnberger Mannschaft. Insgesamt ist der HSV nun seit sieben Bundesligaspielen in Folge ungeschlagen und konnte in der Tabelle einen Sprung auf Platz elf machen.
Hamburg - Der HSV bleibt unter Trainer Thorsten Fink weiter ungeschlagen. Gegen den 1. FC Nürnberg konnten die Rothosen mit dem 2:0-Erfolg (1:0) zudem ihren zweiten Heimsieg in Folge feiern. Vor 45.473 Zuschauern in der Imtech Arena brachte Paolo Guerrero den HSV in der ersten Halbzeit mit 1:0 in Führung (23.). Durch die guten Nürnberger Chancen, die Drobny allesamt entschärfen konnte, etwas glücklich, aber nicht unverdient. Im zweiten Durchgang stand die Abwehr der Hanseaten sicherer und Marcell Jansen stellte mit seinem dritten Treffer im vierten Spiel die Weichen endgültig auf Sieg (62.). Mit dem Erfolg klettern die Rothosen auf Platz 11 der Tabelle und bleiben insgesamt im siebten Spiel in Folge ungeschlagen.
Statistikfreunde hatten den Sieg des HSV schon vor Spielbeginn fest eingeplant. Schließlich liegt es rund 20 Jahre zurück, dass der FCN in Hamburg letztmals gewinnen konnte. Und diese Statistik gegen den Lieblingsgegner bauten die Rothosen nach 90 sehr unterhaltsamen Minuten verdientermaßen aus. Dabei verlief die Partie in der Anfangsphase sehr ausgeglichen, die Nürnberger konnten mit einigen schnellen Gegenstößen ein ums andere Mal für Gefahr vor dem Tor von Drobny sorgen. Doch Hamburgs Keeper war entweder - wie in den ganzen letzten Wochen - schier unbezwingbar, oder aber es half im Notfall die Querlatte mit. So geschehen in der 37. Minute, als Pekhart mit seinem Kopfball an der Torbegrenzung scheiterte. Zu diesem Zeitpunkt führte der HSV allerdings nach einigen guten Offensivaktionen bereits mit 1:0. Guerrero hatte seinen zweiten Versuch des Tages - mit dem ersten scheiterte er nach zehn Minuten am rechten Außenpfosten - gekonnt abgeschlossen und einen langen Abschlag Drobnys erst erlaufen und anschließend sehenswert über den herausstürzenden FCN-Keeper Schäfer hinweg ins Netz gelupft (23.).
Nürnberg hält gut mit - Hamburg entdeckt Killerinstinkt
Nürnberg hält gut mit - Hamburg entdeckt Killerinstinkt
Auch im zweiten Durchgang gestaltete sich das Spielgeschehen anfangs ausgeglichen, denn Nürnberg gab sich nicht so schnell geschlagen und hätte um ein Haar den Ausgleich erzielt. Erneut war es Pekhart, der am Aluminium scheiterte - dieses Mal klatschte sein Kopfball an den Pfosten (58.). Ansonsten aber stand die Defensive der Fink-Elf gut, und auch der Spielfluss nahm von Minute zu Minute zu. Und gipfelte in einem wunderschönen Angriff: Töre und Ilicevic spielten auf halblinks Doppelpass, Töre ließ anschließend mit seinen gefürchteten Haken noch zwei Clubberer stehen und legte den Ball mustergültig in den Lauf von Jansen, der ebenso scharf wie eiskalt flach unten rechts zum 2:0 versenkte. Somit war das Spiel nach gut einer Stunde im Grunde entschieden, denn der HSV trat nun mit richtig breiter Brust auf und ließ Ball und Gegner laufen, während sich Nürnberg mit der Niederlage abzufinden schien. Drobny musste zwar noch zwei Mal gegen Esswein und Hegeler den Ball um den Pfosten gucken, hielt sich aber erneut schadlos und feierte mit seinen Kollegen und den Fans den zweiten Zu-Null-Heimsieg in Folge - gleichbedeutend mit dem Sprung auf Tabellenplatz elf. Und dem Ausbau der Serie. Aber das war allen Statistikfreunden ja schon vorher klar.
Hamburger SV: Drobny - Diekmeier, Westermann, Bruma (46.Mancienne/76.Tesche), Aogo - Rincon, Kacar - Töre, Jansen - Son (61.Ilicevic), Guerrero
1. FC Nürnberg: R. Schäfer - Chandler, Maroh, Wollscheid, Plattenhardt - Simons (76.Feulner), Hegeler (85.Cohen) - Eigler (60.Mak), Didavi, Esswein - Pekhart
Tore: 1:0 Guerrero (23.), 2:0 Jansen (62.)
Zuschauer: 45.473
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Gelbe Karten: Diekmeier, Bruma, Mancienne / Chandler
Gelb-Rote Karten: - / -
Rote Karten: - / -
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