21.09.2008
Hamburg - Der HSV musste am fünften Bundesligaspieltag seine erste Saisonniederlage hinnehmen. Im Nordderby gegen den VfL Wolfsburg unterlagen die Rothosen am Sonntag (21.09.08) deutlich mit 0:3 (0:3). Vor 30.000 Zuschauern in der ausverkauften Volkswagen Arena war die Partie nach den Treffern von Dejagah (15.), Madlung (22.) und Grafite (28.) bereits nach knapp 30 Minuten entschieden. Diesmal gelang es der Mannschaft von Trainer Martin Jol nicht, eine Aufholjagd zu starten.
Die Zeit der vielen Spiele ist gekommen. Und Martin Jol reagierte darauf. Im Gegensatz zum UEFA Cup-Spiel gegen Unirea Urziceni begannen Thimothee Atouba, Joris Mathijsen und Jerome Boateng. Thiago Neves nahm hingegen zunächst auf der Bank Platz. Felix Magath, Trainer beim VfL Wolfsburg, bot sein Team wie erwartet auf. In der Innenverteidigung erhielt erneut Alexander Madlung den Vorzug vor Ricardo Costa. Aus HSV-Sicht sollten es in der Folge 45 Minuten zum Vergessen werden. Zwar übernahmen die Rothosen vom Anpfiff weg die Initiative und die Ballkontrolle. Doch sie machten entscheidende, individuelle Fehler. Und wurden ganz bitter bestraft.
Oh je, HSV - 0:3 nach 28 Minuten
Nach 28 (!) Minunten stand es 3:0 für die Gastgeber, weil die Jol-Elf viel zu nachlässig war. Vorm 0:1 (15.) durch Ashkan Dejagah ließ man sich auf der linken Abwehrseite leichtfertig ausspielen, vorm 0:2 (22.) durch Madlung passte man auf der rechten Seite nicht auf. Beide Flanken mussten in der Mitte nur noch eingeschoben werden. Zu allem Überfluss verlor man vorm dritten Gegentor (28.) zwei entscheidende Zweikämpfe im Mittelfeld. Grafite lief folglich alleine auf Frank Rost zu und lupfte die Kugel ins Netz.
Und somit konnte sich der HSV auch für die optische Überlegenheit nichts kaufen. Zumal man sich vor dem gegnerischen Tor bis auf einen Kopfball von Joris Mathijsen (8.) nicht entscheidend in Szene setzen konnte. In der 38. Minute hätte es jedoch Strafstoß nach einem Luftduell zwsichen Guerrero und Schäfer geben können. Doch es lief eben nicht an diesem Nachmittag. Daran sollte sich auch im zweiten Abschnitt nichts ändern. Der Wille war zwar zu jedem Zeitpunkt zu sehen, doch es fehlte komplett die Durchschlagskraft. Selbst die beste Möglichkeit der zweiten 45 Minuten konnte Guerrero nicht nutzen, weil er sich den Ball schlicht zu weit vorlegte (76.).
Wolfsburger Effizienz
Von den Gastgebern kam mit der hohen Führung im Rücken nicht mehr viel. Misimovic kam noch zu einer Schusschance (58.), der Ball ging jedoch über das Tor. Ansonsten beschränkten sich die "Wölfe" auf die Defensive. Ein Blick auf die Statistik sagte am Ende alles. Wolfsburg schoss nur fünf Mal auf das Tor von Frank Rost. Mehr Effizienz geht kaum.
Das Spiel im Stenogramm:
VfL Wolfsburg: Benaglio - Riether, Madlung, Barzagli, M. Schäfer - Hasebe (66. Saglik), Josué - Dejagah (52. Santana), Misimovic, Gentner (82.Zaccardo) - Grafite
HSV: Rost - Boateng (29. Pitroipa), Alex Silva, Mathijsen, Atouba - de Jong - Demel, Jarolim, Trochowski (65. Petric) - Guerrero, Olic (82. Thiago Neves)
Tore: 1:0 Dejagah (15.), 2:0 Madlung (22.), 3:0 Grafite (28.)
Zuschauer: 30.000 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg)
Gelbe Karten: Riether, Dejagah / Guerrero, Boateng, Demel
Gelb-Rote Karte: - / -
Rote Karte: - / -
Taktische Aufstellung:
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