Mühsamer großer Schritt Richtung EM
Der Deutsche Fußball Bund (DFB) kann seine Hotelscouts schon mal nach Luxusherbergen in Österreich und der Schweiz Ausschau halten lassen. Zwar ist die Qualifikation für die Euro 2008 in den Alpenrepubliken noch nicht sicher, aber mit dem 2:1 gegen die Slowakei hat die deutsche Nationalmannschaft einen großen Schritt in Richtung EM-Qualifikation getan. Durch den Sieg führt Deutschland in der Gruppe D mit 19 Punkten vor Tschechien (14).
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Eigentor mit Pike
Klose galt von Beginn an besondere Aufmerksamkeit. Vor beginn der Partie bekam der Angreifer Zuspruch von den Fans ("Kopf hoch Miro") und bald nach Anpfiff ein Zuspiel von Sturmpartner Kuranyi, das er aber nicht verwerten konnte (2.). Die Idee der Slowaken, dass Spiel im Mittelfeld eng zu machen und die Deutschen so vom eigenen Tor fernzuhalten, wurde durch einen beherzten Antritt von Marcell Jansen und einem kapitalen Fehler des slowakischen Innenverteidigers Martin Skrtel früh zunichte gemacht: Jansen zog den Ball nach innen, der Slowake produzierte einen Querschläger und Klose staubte ab. Dachten zumindest die 51.000 im Stadion. Doch es stellte sich heraus, dass Jan Durica den Ball mit der Fußspitze ins Tor bugsiert hatte.
Zunächst lief also alles nach Plan für die Löw-Elf. Bis zur 20. Minute, als Metzelder bei einem Steilpass ein Stellungsfehler unterlief und er anschließend den mit dem Ball am Fuß auf das deutsche Tor zu steuernden Matej Krajcik einzuholen versuchte. Beim Bemühen, den Ball ins Aus zu spielen, kickte er den Ball dann mit der Pike vorbei an Jens Lehmann ins eigene Tor.
Die Slowaken machten anschließend wieder die Räume eng und kombinierten gefällig, während die Deutschen sich immer wieder in der gegnerischen Defensive verhedderten. Kurz vor der Pause gelang es Philipp Lahm nach Vorarbeit von Klose dann allerdings mit einer Körpertäuschung eine Lücke in die slowakische Defensive zu reißen. Seine präzise Flanke auf den langen Pfosten verwertete Hitzelsperger per Kopf zur erneuten Führung für das deutsche Team (43.).
In der zweiten Halbzeit wurde die Partie noch zäher. Lediglich eine verunglückte Flanke von Clemens Fritz, die der slowakische Torhüter Kamil Contofalsky mit Mühe über die Latte lenkte, sorgte für Aufregung. Danach sorgten nur noch die Auswechslungen des Bundestrainers für Erstaunen. Löw nahm nach 64 Minuten nicht etwa den immer unglücklicher agierenden Klose, sondern den spielstärksten Deutschen, Kevin Kuranyi, für den Stuttgarter Mario Gomez vom Feld. Erst als Klose zehn Minuten später Probleme am Oberschenkel signalisierte durfte auch er gehen. Besser wurde das Spiel gegen die bis zum Schluss kompakt stehenden, aber letztlich zu ungefährlichen Slowaken nicht mehr.
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