In der Bundesliga

Wednesday, March 28, 2007

Deutschland verliert Test gegen Dänemark

Enke zeichnet sich aus - Helmes quirlig

Die deutsche Nationalmannschaft hat das "Experiment B-Elf" nicht ganz unbeschadet überstanden und im Testspiel gegen Dänemark in Duisburg mit dem 0:1 (0:0) die erste Niederlage unter Bundestrainer Joachim Löw kassiert.

In einer nur phasenweise unterhaltsamen Partie gelang Nicklas Brendtner in der 81. Minute nach einem Konter aus kurzer Distanz der Siegtreffer für Dänemark. Mit Thomas Hitzlsperger und Marcell Jansen hatte Löw vor 31.000 Zuschauern in der nicht ganz ausverkauften Duisburger Arena nur zwei WM-Teilnehmer in der Startformation aufs Feld geschickt.

Als mit 39 Einsätzen erfahrenster Nationalspieler trug Kevin Kuranyi die Kapitänsbinde und neben den Debütanten Robert Enke, Simon Rolfes und Roberto Hilbert hatten noch weitere fünf Spieler beim Anpfiff weniger als zehn Länderspieleinsätze zu Buche stehen.

Das merkte man vor allem der deutschen Defensive über weite Strecken an. Schon in der zweiten Minute musste Robert Enke sein ganzes Können aufbieten, um nach einem Freistoß einen Kopfball von Dänemarks England-Legionär Daniel Agger zu entschärfen. Beim darauffolgenden Eckball klärte Piotr Trochowski für die DFB-Elf auf der Linie.
Innenverteidigung wackelig

Immer wieder hatten die Gäste leichtes Spiel, die Innenverteidigung mit Manuel Friedrich und Alexander Madlung auszuhebeln, so dass Enke einige Gelegenheiten hatte, sich im Kampf um die Nummer zwei im deutschen Tor auszuzeichnen. Die deutschen Fans hatten beim ersten Länderspiel in Duisburg seit 1933 zunächst nicht viel zu jubeln, außer als sich in der elften Minute kurzzeitig die Rasensprenkleranlage selbständig machte.

Die erste gezielte Offensivaktion gelang der DFB-Elf in der 22. Minute, als Jan Schlaudraff nach einer Hereingabe von Rolfes mit einer Direktabnahme klar das Ziel verfehlte. Ansonsten war das deutsche Angriffsspiel von vielen Zufällen geprägt. Nur der sehr agile Schlaudraff sorgte in den ersten 45 Minuten hin und wieder für Gefahr.

Lattentreffer von Helmes

Als Dänemarks Trainer Morten Olsen zu Beginn der zweiten Hälfte reichlich von seinen Auswechselmöglichkeiten Gebrauch machte und Löw unter anderem mit Stefan Kießling den nächsten Neuling brachte, verflachte die Partie zusehends. Zwei uneingespielte Mannschaften hatten Probleme, den Weg zum Tor zu finden. Erst in der Schlussphase sorgte die DFB-Elf vor dem dänischen Tor für Turbulenzen, an denen zumeist der sehr bewegliche Patrick Helmes beteiligt war.

Der Kölner war kurz vor Schluss nach Gonzalo Castro als sechster Debütant an diesem Abend eingesetzt worden und konnte sich mit seiner Schnelligkeit mehrmals gut in Szene setzen. In der 88. Minute traf Helmes nur die Latte und legte kurz darauf eine große Möglichkeit für Kießling auf.

Neben dem Kölner und Aachens Schlaudraff konnte auf deutscher Seite vor allem Schlussmann Enke Pluspunkte sammeln, der in den brenzligen Situationen zu einhundert Prozent da war.

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