In der Bundesliga

Sunday, September 20, 2009

1:1! Punkteteilung mit der Eintracht



Punkteteilung mit Eintracht Frankfurt. Die Rothosen trennten sich am Sonntag mit 1:1 von der Skibbe-Elf.
Hamburg - Der Hamburger SV hat sich am Sonntagnachmittag (20.09.09) Unentschieden von Eintracht Frankfurt getrennt. In der mit 51.500 ausverkauften Commerzbank Arena stand es nach 90 Minuten 1:1 (1:1). Zé Roberto hatte die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia nach einem Trochowski-Freistoß und einer Petric-Kopfballvorlage bereits in der 8. Minute in Führung gebracht. Russ glich noch vor dem Seitenwechsel nach einer Unachtsamkeit in der HSV-Defensive aus. Die Labbadia-Elf war über weite Strecken der Partie die aktivere Mannschaft und ließ einige gute Möglichkeiten zum Sieg in Frankfurt aus.

Drei Tage nach der 0:3-Niederlage im Europapokal gegen Rapid Wien baute Trainer Bruno Labbadia sein Team nur auf einer Position um. Guy Demel nahm David Rozehnals Platz in der Startelf der Rothosen ein. Taktisch hieß dies, dass Jerome Boateng in die Innenverteidigung rückte und der Ivorer sich dafür um die rechte Abwehrseite kümmerte, die bislang immer Boatengs Aufgabengebiet gewesen war. Und die Rothosen erwischten in Frankfurt einen Auftakt nach Maß. Lediglich acht Minuten dauerte es, da durften die knapp 4.000 mitgereisten Hamburger Fans bereits zum ersten  Mal jubeln. Einen Freistoß Trochowskis von halblinks konnte Frankfurts Keeper Oka Nikolov nicht anders als auf den Kopf von Mladen Petric abwehren, der auf Zé Roberto ablegte und dieser ebenfalls per Kopf zur frühen Hamburger Führung einnickte. Bereits der dritte Saisontreffer des Brasilianers, der erste mit dem Kopf seit dem Jahr 2002.

Doch nach dem guten Start verflachte die Partie zusehends. Mit der Führung im Rücken verlegten sich die Gäste auf Konter, konnten diese jedoch nicht konsequent genug ausspielen. Die Hausherren von Trainer Michael Skibbe blieben in ihren Offensivbemühungen ebenfalls harmlos, so dass das Spiel vor sich hin plätscherte, bis nach rund einer halben Stunde ein Hamburger Konter doch einmal Gefahr brachte. In doppelter Überzahl auf das Frankfurter Tor von Oka Nikolov zulaufend kreuzten Markus Berg und Mladen Petric in der Mitte, doch Piotr Trochowski entschied sich für die schlechteste aller Möglichkeiten und zog aus 23 Metern ab, zielte jedoch viel zu ungenau am Frankfurter Gehäuse vorbei. Die vergebene Chance wirkte auf die Gastgeber wie ein Weckruf, selbst im Angriff aktiver zu werden. Zum Entsetzten der Hamburger führte dieser kurzzeitige Elan direkt zum Ausgleichstreffer. Jarolim ging im Mittelfeld nicht entschlossen genug zum Ball, die Flanke in den Strafraum der Hamburger konnte der Ex-Hamburger Alexander Meier per Kopf auf Marco Russ  ablegen, der den Ball volley in den Maschen des Gehäuses von Frank Rost unterbrachte.

Klar spielbestimmend in der 2. Halbzeit

Plötzlich waren auch die Rothosen wieder agiler und wacher auf dem Feld und versuchten, das Tor der Frankfurter in Bedrängnis zu bringen. Bis auf einen Schuss Zé Robertos nach feiner Einzelleistung, den Nikolov entschärfen konnte, blieben diese Mühen jedoch ohne Erfolg, so dass es mit dem für die Frankfurter schmeichelhaften Unentschieden in die Halbzeit ging.Zur zweiten Halbzeit reagierte Labbadia und brachte Jonathan Pitroipa für den blass gebliebenen Schweden Marcus Berg. Es war ein Wechsel, der sich auszahlen sollte, denn der Mann aus Burkina Faso belebte das zuvor lahmende Offensivspiel der Hamburger. Wenige Minuten nach Wiederanpfiff hätte Labbadias Joker jedoch den erneuten Führungstreffer für die Gäste erzielen müssen, nachdem sich die Frankfurter Innenverteidigung nicht entscheiden konnte, wer den Ball  klären sollte. Der Schuss Pitroipas aus fünf Metern strich allerdings links am Frankfurter Tor vorbei. Während die Hessen weiter auf Ergebnisverwaltung spielten war die Viertelstunde nach dem Wiederanpfiff die Phase des größten Gäste-Drucks. Der finale Erfolg aber wollte sich nicht einstellen, so dass sich Labbadia genötigt sah, nach 64 Minuten Eljero Elia vom Platz zu nehmen und Robert Tesche zu bringen.  Da auch dieser jedoch nicht die nötige Durchschlagskraft brachte und in der Schlussphase diverse Möglichkeiten ausgelassen wurden, mussten sich die Rothosen am Ende mit einem Punkt begnügen. Den Spielverlauf betrachtend viel zu wenig, war das Tor durch Russ bis zur 89. Minute, als Alex Meier nach einem Freistoß einen Kopfball am Tor von Frank Rost vorbeisetzte, der einzige Torschuss geblieben. Die Gäste hingegen mussten sich den Vorwurf gefallen lassen, im ersten Durchgang nach dem Führungstreffer nicht konsequent weiter nach vorne gespielt zu haben und in der zweiten Spielhälfte die eigenen Torchancen nicht genutzt zu haben.
Das Spiel im Stenogramm:
Eintracht Frankfurt: Nikolov - Franz, Vasoski, Russ, Spycher - Chris - Teber (72. Köhler), Schwegler, Liberopoulos (60. Caio) - Meier, Amanatidis (76. Korkmaz)
Hamburger SV: Rost Demel, Boateng, Mathijsen, Aogo - Jarolim, Zé Roberto - Trochowski (81. Castelen), Elia (64. Tesche) - Berg (46. Pitroipa), Petric
Tore: 0:1 Zé Roberto (08.), 1:1 Russ (32.)
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Zuschauer: 51.500 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Franz / Zé Roberto
Gelb-Rote Karten: - / -
Rote Karten: - / -

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