In der Bundesliga

Sunday, November 16, 2008

1:2-Niederlage in Berlin

15.11.2008

Brachte den HSV in Führung: Mladen Petric

Hamburg - Der Hamburger SV hat am 13. Spieltag der Bundesliga verloren. Die Mannschaft von Trainer Martin Jol unterlag vor 48.285 Zuschauern im Berliner Olympiastadion gegen Hertha BSC mit 1:2 (1:0). Mladen Petric hatte die Rothosen in der 12. Minute per Fallrückzieher mit 1:0 in Führung gebracht. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte agierte der HSV eindeutig überlegen, verpasste es aber den zweiten Treffer zu erzielen. Nur 34 Sekunden nach dem Wiederanpfiff erzielte Cicero erst den 1:1-Ausgleich. Domovchiyski machte nur drei Minuten mit seinem Tor den 2:1-Siegtreffer.

Kurz vor der Abreise in die Hauptstadt musste Martin Jol einen Schock verdauen. Nigel de Jong verletzte sich bei der Abschlusseinheit erneut am Knie und fiel somit wie auch die Langzeitverletzten Thimothee Atouba, Romeo Castelen und Maxim Choupo-Moting aus. Bei Hertha BSC Berlin musste Lucien Favre auf Topstürmer Marko Pantelic verzichten. Der Serbe saß mit einer Oberschenkelzerrung nur auf der Tribüne.

Petric trifft per Fallrückzieher


Vom Anpfiff weg merkte man, dass die Hamburger nicht erneut auf fremden Terrain einem Rückstand hinterherlaufen wollten. Das Team war ständig in Bewegung, der Ball lief gut durch die eigenen Reihen. Die erste Chance hatten dennoch die Platzherren. Nach einem HSV-Ballverlust im Mittelfeld lief Andrej Voronin alleine auf Frank Rost, doch der Keeper blieb Sieger (8.). Ansonsten spielten nur die Rothosen. Die dann auch verdient in Führung gingen. Mit einem Traumtor von Mladen Petric! Erst nahm der Kroate einen Einwurf mit der Brust an, um ihn dann vom Elfmeterpunkt mit einem Fallrückzieher ins Tor zu bugsieren (12.).

In der Folge das gleiche Bild. Die Hamburger präsentierten sich gut und kamen immer wieder gefällig vor das Tor von den Berlinern. Das Einzige, was man der Jol-Elf vorwerfen konnte, war, dass sie den möglichen zweiten Treffer nicht erzielte. Die Hertha enttäuschte in den ersten 45 Minuten hingegen auf der ganzen Linie. Was sich unmittelbar nach Wiederanpfiff schlagartig änderte. Begünstigt durch die Hamburger, die mit den Gedanken noch in der Kabine waren. Nach nur 35 Sekunden traf Cicero zum Ausgleich (46.), wiederum nur drei Minuten später schoss der eingewechselte Valeri Domovchiyski die Hertha in Führung (49.).

Pitroipa mit Last-Minute-Knaller

Eine unfassbare Wendung. Der HSV, der alles im Griff hatte, brachte sich durch Unachtsamkeiten um den Lohn. Logisch, dass sich die Spieler nach dem Rückstand zunächst neu sortieren mussten. Mit dem eingewechselten Jonathan Pitroipa kam dann wieder Schwung ins HSV-Spiel. Doch die Schüsse von Piotr Trochowski (70.) und Petric (75.) fanden nicht den Weg ins Tor. Auf der anderen Seite musste Rost gegen Voronin nach einem Konter parieren (79.). Bis unmittelbar vorm Schlusspfiff konnten sich Petric und Co. gegen die tief stehenden und auf Konter lauernden Berliner keine zwingenden Möglichkeiten erspielen. Doch dann knallte Pitroipa eine Direktabnahme mit dem linken Fuß an die Latte (90.). Pech für die Hamburger, die erneut eine ganz bittere Auswärtsniederlage einstecken mussten.

Das Spiel im Stenogramm:

Hertha BSC: Drobny - Chahed, Friedrich, Simunic, Stein - Dardai, Cicero - Kacar (90. + 2.Lustenberger), Nicu - Raffael (46.Domovchiyski), Voronin (90. + 1.Ebert)

Hamburger SV: Rost - Boateng (60.Pitroipa), Reinhardt, Mathijsen, Jansen (81.Aogo) - Trochowski (75.Guerrero), Demel, Alex Silva, Jarolim - Olic, Petric

Tore: 0:1 Petric (12.), 1:1 Cicero (46.) 2:1 Domovchiyski (49.)

Zuschauer: 48.285

Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)

Gelbe Karten: Kacar, Dardei, Simunic, Chahed, / Boateng, Jarolim, Petric

Gelb-Rote Karte: - / -

Rote Karte: - / -

Taktische Aufstellung:

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