15.04.2008
Hamburg
- Der Hamburger SV wartet weiter auf einen Sieg. Die Rothosen trennten sich am Dienstagabend (15.04.08) von Hertha BSC Berlin mit 0:0. Die 40.289 Zuschauer im Olympiastadion sahen in der ersten Hälfte eine an Höhepunkten arme Partie. Im zweiten Durchgang steigerten sich die Hamburger und kamen zu guten Möglichkeiten. Die beste vergab Ivica Olic per Foulelfmeter in der 75. Minute, als er knapp am Tor vorbei schoss.
Mit dem Unentschieden schiebt sich die Elf von Huub Stevens vorerst auf den vierten Tabellenplatz.
Am Dienstagnachmittag traf Huub Stevens in Berlin ein, nachdem er tags zuvor seiner Frau bei einer Operation in Eindhoven beigestanden hatte. Der Coach musste in der Hauptstadt auf Rafael van der Vaart und Thimothee Atouba verzichten (5. Gelbe Karte). David Jarolim fehlte rotgesperrt. Dazu gesellten sich die verletzten Romeo Castelen und Mario Fillinger. Außerdem war Vincent Kompany nicht dabei, er wurde für eine Woche freigestellt. Erschwerend kam hinzu, dass auch Juan Pablo Sorin bei seinem ersten Einsatz von Anfang an bereits nach 18 Minuten mit muskulären Problemen ausgewechselt werden musste (eine genaue Untersuchung folgt am Mittwoch). Auch die Berliner plagten Personalsorgen, die Top-Torjäger Marko Pantelic (Wadenverletzung) und Raffael (Muskelfaserriss) fehlten, zudem standen Solomon Okoronkwo und Steve von Bergen nicht zur Verfügung.
Olic vergibt den Sieg vom Elfmeterpunkt
Die Partie begann für den HSV sehr vielversprechend, denn bereits nach 18 Sekunden hatte Ivica Olic das 1:0 auf dem Fuß. Der wiedergenesene Kroate erlief einen Rückpass von Skacel, umdribbelte Keeper Drobny, wurde dabei aber etwas zu weit abgedrängt und traf nur das Außennetz.
Als dann auch noch Mohamed Zidan nach drei Minuten einen zweiten
Warnschuss auf das Hertha-Tor losließ, aber etwas zu hoch zielte, war man im Lager der Hamburger guter Dinge. Doch in der Folgezeit stand die Hertha defensiv sicherer und ließ nur noch eine gute Chance zu, als Zidan auf Änis Ben-Hatira passte, der aber aus fünf Metern Drobny anschoss und so die Pausen-Führung verpasste (35.).
Die zweite Hälfte begann ebenfalls mit einer großen Torchance nach nur drei Minuten, dieses Mal jedoch auf Seiten der Berliner. Ebert war plötzlich frei durch, hatte nur noch Frank Rost vor
sich, schoss jedoch knapp am Tor vorbei. Diese Aktion gab den Berlinern Auftrieb, sie waren fortan spielbestimmend. Jedoch nur eine gute Viertelstunde lang, denn dann übernahm der HSV bis Spielende das Spielgeschehen und kam zu einer Reihe bester Möglichkeiten. Die dickste vergab Olic, der nach einem Simunic-Foul an Guy Demel den fälligen Strafstoß links neben das Tor schoss (75.). Auch die folgenden Chancen durch Demel (80., Distanzschuss), Bastian Reinhardt (81., Kopfball) und Collin Benjamin (85., freistehend drüber) brachten nicht die Führung, jedes Mal war Drobny der Spielverderber, so dass diese Partie mit dem nicht zufriedenstellenden torlosen Remis endete.
Das Spiel im Stenogramm:
Hertha BSC Berlin: Drobny - Chahed, A. Friedrich, Simunic, Skacel - Lustenberger (69.Dardai), Kacar, Mineiro, Piszczek (85.Ede) - Ebert (76.Bieler) - André Lima
Hamburger SV: Rost - Benjamin, Reinhardt, Mathijsen, Boateng (55.Brecko) - de Jong - Demel, Trochowski, Sorin (18.Ben-Hatira) - Zidan, Olic (76.Guerrero)
Tore: Fehlanzeige
Bes. Vorkommnisse: Olic verschießt Foulelfmeter (75.)
Zuschauer: 40.289
Schiedsrichter: Peter Sippel (München)
Gelbe Karten: Simunic, Bieler / -
Gelb-Rote Karte: - / -
Rote Karte: - / -
Taktische Aufstellung:
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