09.03.2008
Nürnberg/Hamburg - Der Hamburger SV hat den Sprung auf Platz zwei verpasst. Am Sonntag (09.03.08) trennten sich die Rothosen mit einem torlosen Unentschieden vom 1. FC Nürnberg. Die 44.900 Zuschauer im easyCredit-Stadion sahen ein schwaches Bundesligaspiel, in dem Zvjezdan Misimovic die größte Chance des Spiels durch einen Foulelfmeter in der 43. Minute hatte, die Frank Rost durch seine Parade vereiteln konnte. Auf Hamburger-Seite traf David Jarolim bei seinem Schuss in der 65. Minute leider nur die Latte des Nürnberger-Gehäuses.
Vor dem Abflug nach Franken, musste Huub Stevens umplanen. Da mit Vincent Kompany, Guy Demel und Mohamed Zidan gleich drei HSV-Profis mit muskulären Problemen ausfielen, beorderte der Coach zum ersten Mal Macauley Chrisantus in den HSV-Kader. Weiterhin nicht dabei waren Thimothee Atouba, Romeo Castelen und Juan Pablo Sorin. Beim "Club" setzte Thomas von Heesen bereits vor dem Spiel ein Zeichen und wechselte den Torhüter. Für den zuletzt unsicheren Jaromir Blazek stand Daniel Klewer im Kasten. Zudem fehlten Koller (gesperrt) und Galasek (verletzt).
Rost als "Elfmeterkiller"
Die Gastgeber gingen kämpferisch in die Partie. So wollten sie den Hamburgern den Schneid abkaufen, was jedoch nur bedingt gelang. Denn Möglichkeiten blieben zunächst Mangelware für die Heimelf. Da auch die Rothosen nicht entscheidend in Szene treten konnten, spielte sich das Geschehen zumeist im Mittelfeld ab. Nach 20 Minuten kam dann aber der HSV. Ivica Olic (22., 23.) scheiterte gleich zwei Mal an Klewer. Nach gut einer halben Stunde setzte Rafael van der Vaart mit einem Freistoß nach, doch die Kugel flog drüber.
Als schon alles darauf hinauslief, dass bis zur Pause nichts mehr passierte, gab es Elfmeter für Nürnberg. Collin Benjamin hatte im Strafraum gefoult, was Schiedsrichter Markus Schmidt jedoch nicht pfiff. Erst der Assistent wies den Unparteiischen darauf hin, dass es Strafstoß geben musste. Zum Glück haben die Hamburger aber Frank Rost. Der Schlussmann bewies seine Fähigkeiten als "Elfmeterkiller" und begrub den Schuss von Misimovic unter sich (42.). Mit dem 0:0 ging es in die Kabinen.
Jarolim-Knaller an die Latte
Die Hamburger waren mit den Gedanken wohl noch in den Katakomben, als Robert Vittek den Ball über das Tor drosch (46.). Glaubten die Zuschauer in der easyCredit-Arena, dass die Partie nun mit mehr Schwung weiter gehen würde, sah sich getäuscht. Und zwar komplett! Denn was beide Teams in der Folge boten, war ganz schwach. Einen Aufreger gab es erst wieder in der 65. Minute, als David Jarolim sich ein Herz fasste und sein Rechtsschuss an die Latte klatschte. Der Rest war ein gescheiterter Konterversuch über Marco Engelhardt (72.) und ein halbe Chance für Olic (76.). Danach kam von beiden Mannschaften nicht mehr viel. Die logische Folge: ein torloses Remis.
Das Spiel im Stenogramm:
1. FC Nürnberg: Klewer - D. Reinhardt, Wolf, Glauber, Pinola - Mnari - Kluge (56.Kristiansen), Engelhardt (79.Mintal) - Misimovic - Saenko, Vittek (79.Charisteas)
Hamburger SV: Rost - Boateng (68.Brecko), B. Reinhardt, Mathijsen, Benjamin - Jarolim, de Jong - Trochowski (83.Choupo-Moting), van der Vaart, Olic (89.Odjidja-Ofoe) - Guerrero
Tore: Fehlanzeige
Zuschauer: 44.900
Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)
Gelbe Karten: Pinola, Glauber, Vittek / Jarolim
Gelb-Rote Karte: - / -
Rote Karte: - / -
Taktische Aufstellung:
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