In der Bundesliga

Wednesday, January 31, 2007

"Ich habe sofort zugesagt"

30.01.2007

Hamburg - Schnell, torgefährlich und ständiger Unruheherd - Sportchef Dietmar Beiersdorfer und Trainer Thomas Doll sind davon überzeugt, dass Neuzugang Ivica Olic den HSV-Angriff verstärken wird. Kurz vor Transferschluss gelang den Verantwortlichen der Coup mit dem kroatischen Nationalstürmer, der am Dienstag bis 2009 unterschrieben hat. Warum Olic den Weg vom russischen Meister an die Elbe angetreten ist, was er vom HSV und der Bundesliga kennt und welche Hilfe er von seinen Kindern in Anspruch nehmen möchte, verrät er im Interview mit hsv.de.

Hallo Herr Olic, kurz vor Ende der Transferperiode wechseln Sie von ZSKA Moskau nach Hamburg. Was gab den Ausschlag dafür?

Olic: Ich habe schon vor einigen Monaten entschieden, dass ich gerne in der Bundesliga spielen würde. Ich habe bislang nur Gutes gehört. Als jetzt das Angebot vom HSV kam, habe ich gleich gesagt, ja ich komme sofort.

Vom russischen Meister und UEFA Cup-Teilnehmer in den Abstiegskampf in der Bundesliga. Das ist sicherlich eine große Umstellung?

Olic: Der HSV ist ein guter Klub. Ich habe hier in der Champions League gespielt. Hier herrscht eine tolle Atmosphäre und es ist ein tolles Stadion. Dazu gibt es viele Klasse-Spieler wie Sorin, van der Vaart oder Kopmany. Der HSV hat eine kompakte Mannschaft, die es auch wieder nach oben schaffen wird.

Haben Sie keine Angst vor dem Abstieg?

Olic: Ich bin 27 Jahre alt und habe schon so viele Spiele gespielt. Ich bin noch nie abgestiegen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der HSV mit diesen Spielern absteigt.

Können Sie der Mannschaft sofort helfen?

Olic: Ich habe drei Wochen Vorbereitung mit ZSKA hinter mir. Wir waren im Trainingslager in Israel. Ich bin zu 100 Prozent fit. Alles andere muss natürlich der Trainer entscheiden.

Wie gut kennen Sie die Bundesliga?

Olic: Ich habe in Russland viel deutschen Fußball gesehen. Die Bundesliga ist da sehr beliebt. Ich habe auch einige Spiele des HSV gesehen, zum Beispiel gegen Dortmund und auch die Champions League-Spiele gegen Arsenal. Ich habe mich auch mit anderen kroatischen Spielern wie Nico Kovac immer unterhalten. Der Kontakt nach Deutschland ist nach meiner Zeit in Berlin nie abgerissen.

Ihre Frau sowie ihre beiden Kinder sind in Deutschland geboren. Wie wichtig ist das für ihre Entscheidung gewesen?

Olic: Als ich meine Frau darüber informiert habe, dass ich direkt von Israel nach Hamburg fliege, konnte sie es gar nicht glauben. Sie hat sich sehr gefreut. Meine Frau möchte, dass meine Kinder in Deutschland zur Schule gehen. Alle drei sprechen deutsch. Da ist es für sie leicht, sich hier einzugewöhnen. Ich habe die letzten Jahre nicht viel deutsch gesprochen. Aber wenn ich mal nicht alles verstehe, werde ich meine Kinder fragen. Die helfen mir dann.

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