Nordderby:
Wieder kein Sieg. 1:1 gegen Werder Bremen.
Reinhardt ließ sich nicht irritieren und köpfte die Mahdavikia-Ecke ein und erzielte den HSV-Ausgleich (68).
Es ist wie verhext! Der HSV bewegt sich einfach nicht vom Fleck. Das 1:1 gegen Werder hilft nicht wirklich richtig, die Mannschaft von Trainer Thomas Doll rückte auf den 14. Tabellenplatz, punktgleich mit Hannover 96, das sich auf einem Abstiegsrang befindet. Dabei spielte der HSV vornehmlich in Halbzeit eins gegen die Bremer überlegen, wirkte gegenüber den ersten Partien deutlich verbessert, hatte auch gute bis beste Tormöglichkeiten, überbot sich aber im Auslassen der Chancen.
"Wir haben auch mit diesem Spiel wieder gezeigt, dass wir mit Mannschaften wie Werder oder auch Arsenal durchaus mithalten können", befand Doll und fügte hinzu: "Wir sind dabei, langsam unseren Rhythmus zu finden, und dann werden wir auch wieder die Resultate haben. Wir haben schon am Dienstag in Moskau die Chance, auf uns aufmerksam zu machen."
Der HSV begann gegen die Bremer vor 57 000 Zuschauern (ausverkauft) engagiert, attackierte früh, stand wesentlich kompakter als noch zuletzt beim 0:1 in Dortmund, ließ auch kaum Werder-Torchancen zu. Der Selbstreinigungsprozess, den die HSV-Profis mit ihrer Aussprache Mitte der vergangenen Woche eingeleitet hatten, trug offenbar schnell Früchte. Zudem schien die Mannschaft durch das Debüt von Juan Pablo Sorin (siehe nebenstehenden Bericht) beflügelt.
"Das war sehr wichtig, das ist auch genau der richtige Weg, nur so geht es. Alle Jungs, die zum HSV kommen, haben ja auch hohe Ansprüche - das war eine sehr, sehr wichtige Woche für uns", resümierte Doll.
"Schade für meine Jungs, dass sie sich den Lohn für ihre Bemühungen nicht abholen. Wir hatten Chancen, hatten viele gelungene Kombinationen, es war mehr drin als ein Unentschieden für uns, aber wir schaffen dann doch keinen Sieg. Dennoch nehmen wir viele positive Dinge aus diesem Spiel mit nach Moskau", sagte Doll.
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